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Evangelische Kirche im Rheinland Keine Aufträge an unsoziale Unternehmen
Die Gemeinden und Einrichtungen der Evangelischen Kirche im Rheinland sollen bei der Vergabe von Aufträgen an Unternehmen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch sozialethische Kriterien berücksichtigen.
Das geht aus einem Papier hervor, das die rheinische Synode zustimmend zur Kenntnis genommen hat. Zu diesen Standards zählen das Recht auf Existenz sichernde Löhne sowie der Ausschluss von Kinder- und Zwangsarbeit. Nur Unternehmen, die diese Vorgaben erfüllen, sollen bei der Auftragsvergabe berücksichtigt werden. Auch bei einzelnen Produkten will die Kirche künftig vermehrt ihr Augenmerk darauf legen, dass diese unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Keine Grabsteine aus Kinderarbeit Ein Beispiel sind Grabsteine, die teilweise von indischen Kinderarbeitern gefertigt werden. Der Synodale Hans Willi Hefekäuser (Bonn) bemängelte bei der Vorstellung des Papiers die Haltung der Bundesrepublik: So habe man zwar internationale Konventionen zum Schutz von Kindern vor Ausbeutung unterzeichnet, es aber bislang versäumt, die gesetzliche Grundlage dafür zu schaffen, dass Kommunen Waren aus Kinderarbeit boykottieren können. Die Kirche will aber auch vor der eigenen Türe kehren: So beauftragte die Synode die Kirchenleitung, entsprechende Veränderungen der Friedhofsordnungen für kirchliche Ruhestätten rechtlich zu prüfen. Die Verwendung von Natursteinen, die von Kindern hergestellt wurden, soll auf diesen Friedhöfen verboten werden. Der Superintendent des Kirchenkreises Jülich und Vorsitzende des Ausschusses für öffentliche Verantwortung, Jens Sannig, hob lobend hervor, dass die Problematik mit den Natursteinen inzwischen in der Öffentlichkeit angekommen sei. Anlass war eine Reise des nordrhein-westfälischen Arbeitsministers Karl-Josef Laumann (CDU) nach Indien, die laut Sannig auf Anregung der Kirche stattgefunden hat. idea > zurück |
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© CIW Wirtschaftsnachrichten, letzte Änderung: 13.06.2010 |
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