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Rheinischer Präses: Lebensstil radikal ändern
Eine radikale Änderung des Lebensstils fordert der stellvertretende Ratsvorsitzende der EKD, der rheinische Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf). Es sei notwendig, das Konsumverhalten und den Mobilitätsanspruch neu auszurichten.
Laut Schneider sollten die Menschen mehr Produkte aus der Region kaufen und bei Reisen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Die Evangelische Kirche im Rheinland prüfe bei allen Dienstreisen, ob es sinnvoll ist, statt des Wagens die Bahn zu nutzen. Wenn ein Flug unausweichlich sei, werde eine Umweltabgabe gezahlt. In Gesprächen mit Finanzvertretern habe er ein deutliches Umdenken festgestellt. „Sie waren sehr nachdenklich und waren sehr bemüht klarzumachen: Geld ,zu machen’ ist kein Selbstzweck. Die Banken stehen im Dienste der Realwirtschaft.“ Nach Schneiders Ansicht werden etwaige Regelungen für den globalen Finanzmarkt nur greifen, wenn die Staatengemeinschaft einen gemeinsamen Weg geht. Gleichzeitig mahnte er, sich trotz der leicht verbesserten Wirtschaftsaussichten nicht wieder an der Renditegier zu beteiligen. „Ethik ist immer eine Frage des vernünftigen Maßes. Zweistellige Renditeforderungen sind der Treibsatz, der in diese Krise hineingeführt hat.“ Schneider schlug vor, bei Anlageprodukten bei der Bank nachzufragen, ob diese durch Ethikfilter geprüft sind: „Gerade die kirchlichen Banken haben einen Prozess angestoßen, dass solche Nachhaltigkeitsfilter mehr Anwendung finden.“ Sie schließen beispielsweise aus, dass das angelegte Geld für Projekte verwendet wird, die die Umwelt zerstören. idea > zurück |
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© CIW Wirtschaftsnachrichten, letzte Änderung: 13.06.2010 |
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