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Lokalpolitik Kann Glaube Gesellschaft und Wirtschaft vor Ort beeinflussen?
Der positive Einfluss des christlichen Glaubens auf Gesellschaft und Wirtschaft zeigt sich beispielhaft an der Entwicklung des nördlichsten bayerischen Landkreises Rhön-Grabfeld. Dieser Ansicht ist der bayerische Landessynodale Fritz Schroth (Bischofsheim).
Der ehemalige Leiter der Christlichen Tagungsstätte Hohe Rhön veranstaltet dort seit mehr als 20 Jahren im Auftrag des Synodenausschusses „Ländlicher Raum“ Tagungen mit Lokalpolitikern, Unternehmern, Bauernvertretern, Jägern, Umweltschützern und Tourismusfachleuten. Dabei habe man erkannt, dass sich unterschiedliche Interessen zum Wohl des Ganzen ergänzen können, teilte Schroth nach der jüngsten Tagung Anfang Februar mit. Ein Beispiel sei die Errichtung einer Biogasanlage in Bad Königshofen zur Stromerzeugung. Die anfallende Wärme werde dem benachbarten Thermalbad zugeführt. Als Rohstoff diene Abfall aus der Region. Auf Mais werde verzichtet, da die Pflanze die Böden auf Dauer schädige. Finanziert wurde das Projekt von einem örtlichen Kreditinstitut. „Das Geld des Dorfes bleibt im Dorf“, so Schroth. Experten zufolge liegen bei den Banken und Sparkassen des Landkreises rund 125 Millionen Euro, die zur Entwicklung des Ländlichen Raums genutzt werden könnten. Andere Erfolge seien die Gründung der Raiffeisen-Energiegenossenschaft, die die Nutzung von Wind- und Sonnenenergie unterstützt. Im Biosphärenreservat arbeiteten Bauern, Umweltschützer und Tourismusfachleute zusammen. Neuerdings überlegten Jäger und Bauern gemeinsam, wie sich Wildschweinfleisch vermarkten lasse. Bisher hätten die Bauern den Jägern vorgeworfen, nicht genügend Tiere zu erlegen, so dass die Felder immer wieder verwüstet wurden, während die Jäger über zu rigorose Tierschutzbestimmungen klagten. „Neuer Geist“ dank christlicher Werte Laut Schroth ist der „neue Geist“ maßgeblich auf die Beschäftigung mit christlichen Werten zurückzuführen. Die Menschen hätten erkannt, dass sie nicht Objekte der großen Politik seien, sondern aus eigener Kraft ihre Heimat und ihre Zukunft gestalten können. Voraussetzung sei ein versöhntes Miteinander anstelle von Hass und Missgunst, die viele Dörfer prägten. „Ohne die Botschaft des Evangeliums fehlt eine wesentliche Komponente zur Weiterentwicklung des ländlichen Raums“, so Schroth. idea > zurück |
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© CIW Wirtschaftsnachrichten, letzte Änderung: 13.06.2010 |
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