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Bischof Tebartz-van Elst Wirtschaft braucht moralische Struktur
Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst führt die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise auf eine Verschiebung von Werten und moralischen Prinzipien zurück. Die Krise stehe in einem „offenbaren Zusammenhang mit der Dominanz privater Nutzen- und Gewinnmaximierung“, sagte der katholische Theologe vor Studierenden und Wissenschaftlern der privaten „School of Finance & Management“.
In vielen Bereichen sei das Prinzip der Verantwortung für die Gesellschaft außer Acht gelassen worden, fügte Tebartz-van Elst hinzu. Um für immer mehr Menschen eine Lebensgrundlage bereitzustellen, sei die Welt mehr und mehr auf Wettbewerb und effizientes Wirtschaften im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft angewiesen. Wirtschaft sei kein neutraler Raum sondern brauche eine moralische Struktur. Verantwortung im Sinne der katholischen Soziallehre und der Sozialen Marktwirt- schaft bedeute eine „Perspektive, die über das nächste Quartalsende und die eigenen Interessen hinaus denkt“, betonte der Limburger Bischof. Nur mit einem solchen Gesellschaftskonzept könne es gelingen, Freiheit nicht nur für Wenige, sondern für Viele zu verwirklichen, Schwächere zu beteiligen, Aufstiegschancen zu entwickeln und Wohlstand zu ermöglichen. epd > zurück |
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© CIW Wirtschaftsnachrichten, letzte Änderung: 13.06.2010 |
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