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Gesellschaft Studie: Junge Frauen fühlen sich stark für Familie und Beruf
Hamburg - Die Frauenzeitschrift „Brigitte“ hat in einer Studie in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und mit dem Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) über 1.000 Frauen von 17 bis 19 und von 27 bis 29 Jahren nach ihren Hoffnungen und Plänen befragt.
Die Ergebnisse der Untersuchung „Frauen auf dem Sprung“ seien brisant, schreibt die Zeitschrift in einer aktuellen Mitteilung. Sie würden beweisen, dass Politik, Medien und Wirtschaft ihr Denken und Handeln ändern und auf die neue Generation abstimmen müssten. "Diese Frauen werden die Gesellschaft wachrütteln", sagt die Soziologin Jutta Allmendinger, wissenschaftliche Leiterin der Studie. Die Frauen von morgen seien selbstbewusst, stark und würden sich nicht mehr manipulieren lassen. Sie wollten einen Beruf und eigenes Geld, fast alle wollten Kinder und auch Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen. Für 85 Prozent der Befragten sei es wichtig, finanziell unabhängig zu sein. "Diese Frauen wissen genau: Nur mit eigenem Einkommen schaffen sie eine größere Unabhängigkeit, zum Beispiel auch von männlichen Rollenerwartungen. Nett, fürsorglich und gehorsam sein - daran glauben sie nicht", sagt Allmendinger. Partnerschaft habe einen hohen Stellenwert, aber 95 Prozent der jungen Frauen erwarteten, dass ihr Partner ihnen ausreichend Zeit für sie selbst lasse. Beides: Kind und Beruf 90 Prozent der Befragten wollen mit Kindern leben, 69 Prozent sagen, dass Kinder das Leben intensiver und erfüllter macht. Nur für 13 Prozent der 17-jährigen steht die Familie noch klar im Vordergrund. "Die Zeit des Entweder-Oder ist vorbei. Jetzt zählt das Und", sagt Allmendinger. Frauen seien aber nicht bereit, sich für ihren Job zu zerreißen. "Denn die Frauen von morgen werden auch nicht die Männer von heute mit ihrer ständigen Verfügbarkeit für ihren Arbeitgeber sein", fügt Allmendinger hinzu. Von der Gesellschaft fühlten sich diese Frauen dabei kaum unterstützt. Nur 16 Prozent seien der Ansicht, dass sich Kinder und Beruf heute leicht vereinbaren lassen. "Wenn Unternehmen nicht reagieren und Frauen keine akzeptable Balance zwischen Arbeit und Leben bieten, werden ihnen bald wichtige Personalressourcen fehlen", so Allmendinger. (26.03.2008) DIW: „Frauen putzen mehr und verdienen weniger“ - 05-02-09 14:39 Vorwerk Familienstudie 2008: Junge Männer - alte Ansichten? - 25-08-08 09:38 Neuer Praxisleitfaden "Betriebliche Kinderbetreuung" - 12-08-08 13:57 Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich Heimarbeit - 08-07-08 12:37 Absolventenstudie: Wunscharbeitgeber gerne auch Mittelstand - 01-07-08 09:11 Weniger Gehalt für Frauen birgt Risiken für Unternehmen - 19-06-08 10:30 Familienbewusste Personalpolitik lohnt sich für Unternehmen - 21-02-08 10:38 "Herdprämie" zum Unwort des Jahres 2007 gewählt - 17-01-08 15:25 Familienfreundliche Regionen auch für die Wirtschaft attraktiv - 04-10-07 16:16 Jungmanager: Karriere kann privates Glück nicht ersetzen - 09-07-07 09:56 Familie und Ehrlichkeit sind den Deutschen am wichtigsten - 26-06-07 14:15 Studie: Frauen sind am Arbeitsplatz misstrauischer als Männer - 10-04-07 15:37 > zurück |
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© CIW Wirtschaftsnachrichten, letzte Änderung: 13.06.2010 |
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